Deutsch-Russisches Messeforum:
Themen waren Globalisierung, Bildung und Marketing
"Deutschland und Russland: Zwei Messemärkte im Fokus" war das Motto des 4. Deutsch-Russischen Messeforums vom 13. bis 14. September 2007 in Leipzig. Von den insgesamt 70 Teilnehmern kamen über 20 aus Russland. Organisiert wurde die Veranstaltung vom AUMA und dem russischen Messeverband RUEF.
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Teilnehmer am Deutsch-Russischen Messeforum in Leipzig |
"Die Herausforderungen für Marketingstrategien in einem sich ändernden weltweiten Messemarkt" waren Thema des einführenden Vortrages von Professor Dr. Manfred Kirchgeorg, HHL Graduate School of Management, Leipzig. Grundlage seiner Präsentation war die Studie "Die Messewirtschaft 2020", die der AUMA in Auftrag gegeben hatte. In dieser Untersuchung werden drei mögliche Zukunftsszenarien der Messewirtschaft vorgestellt. Die Globalisierung führe in Zukunft zu teilweise noch deutlicheren regionalen Verschiebungen bei Angebot und Nachfrage. Dementsprechend operierten Messeveranstalter zunehmend über den eigenen Messeplatz hinaus, um ihren Kunden zu folgen. Das gelte nicht nur für Deutschland, sondern für alle größeren Veranstalter rund um den Globus.
Der erste Workshop beschäftigte sich mit den unterschiedlichen historischen Wurzeln und den gegenwärtigen wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen der beiden Messemärkte. Ob Deutschland mit seiner sehr föderal ausgeprägten Messelandschaft beispielgebend sein kann für das immer noch sehr zentral auf Moskau ausgerichtete Messeland Russland, war eines der Diskussionsthemen. Die beiden Hauptreferenten waren Andrej Gross, Abteilungsleiter Vertrieb/Außendienst der Deutschen Messe AG, Hannover, und Serguei Trofimov, Präsident des russischen Messeveranstalters RESTEC.
Aus- und Weiterbildung im Messemanagement war ein weiteres Thema des Meinungs- und Erfahrungsaustauschs. Dr. Rowena Arzt, Koelnmesse, präsentierte eine Übersicht zu den Bildungsträgern in Deutschland. Trotz des bereits hohen Niveaus bestehe weiter Bedarf, das Angebot weiterzuentwickeln. Für die Nutzer sollten die Aus- und Weiterbildungsangebote an zentraler Stelle noch transparenter gemacht werden, insbesondere hinsichtlich konkreter Ansprechpartner, Kosten und Abschlüsse. Hier könne der AUMA seine wichtige Funktion in diesem Sektor weiter ausbauen. Anschließend sprach Natalia Isakova von EXPA Foundation, einem Beratungsunternehmen mit Matchmaking-Agentur, über die messespezifischen Bildungs-Angebote in Russland. Hier habe man ebenfalls den Bedarf an Angeboten speziell für das Messemanagement erkannt und arbeite auch über den RUEF an der Weiterentwicklung. Beide Referentinnen würden es begrüßen, wenn es einen stärkeren wissenschaftlichen Austausch zwischen den Bildungsträgern geben könnte, um zum Beispiel Publikationen für die Zielgruppen in beiden Länden gemeinsam herauszugeben.
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Teilnehmer am Deutsch-Russischen Messeforum in Leipzig |
Bei Round-Table-Gesprächen schließlich ging es um modernes Besuchermarketing und um die Frage einer möglichst unbürokratischen Einreise in die jeweiligen Messeländer für Aussteller und Besucher. Der Vortragende Legationsrat Wolfgang Rechenhofer, Auswärtiges Amt, gab als Co- Referent Praxisinformationen zum Thema Messevisa. RUEF und AUMA waren mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden. Sie sind sich darüber einig, dass die insgesamt vier binationalen Messeforen eine gute Basis geben konnten, um die Messebeziehungen zwischen Russland und Deutschland zu vertiefen.
Die Foren haben einen Beitrag geleistet für zahlreiche - für beide Seiten gewinnbringende - Kooperationen; so wurde auch im Rahmen dieses Forums eine Kooperation zwischen der Leipziger Messe und der Messe Krasnodar zur gemeinsamen Vermarktung einer Baumesse in Russland unterzeichnet.
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AUMA Ausstellung- und Messeausschuss der deutschen Wirtschaft e.V. |
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www.auma-messen.de
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